Expertenwissen · Ausgabe 01 | 2026 · S. 53–57
Wie die Mitochondrien unser Verhältnis zu Säure und Basen grundlegend verändert haben
Die Säure-Basen-Medizin beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Frage, ob der Mensch chronisch übersäuert sei. Basenkuren, Basenpulver und alkalisierende Ernährungsformen erfreuen sich großer Beliebtheit. Unzählige Bücher, Vorträge und inzwischen auch Podcasts verbreiten dieselbe Botschaft: Säuren sind schlecht, Basen sind gut. Wer lange leben möchte, müsse seinen Organismus möglichst basisch halten.
Doch medizinischer Fortschritt entsteht nicht durch Abschreiben. Er entsteht durch Beobachtung, Zweifel und Neugier. Gerade in der Säure-Basen-Medizin wurde wenig hinterfragt. Einer schrieb vom anderen ab. Dadurch wuchs die Zahl der Veröffentlichungen, aber nicht unser Verständnis des Systems.
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