Fachbeitrag · Ausgabe 01 | 2026 · S. 48–52
Wer ein Lebensalter jenseits der 70 erreicht, erfährt am eigenen Körper, was Alterung bedeutet. Ein Enkel im Arm der Großmutter macht den Unterschied zwischen den Generationen sichtbar.
Alterung ist eine Tatsache, aber auch ein Prozess, den wir nicht beeinflussen können?
Schon lange geht es um die Frage, wie wir das Altern verlangsamen können und in welchem Zustand wir das Alter erreichen.
Es begann in der frühen Entwicklungsgeschichte unseres Planeten. Die ersten Einzeller, sie entstanden aus Urgenen und Urproteinen, hatten nur zwei Hauptinteressen: Fressen und Fortpflanzen. Schlechte Lebensbedingungen führten zu Schäden im Urgen, wodurch schadhafte Zellen gebildet wurden, die frühzeitig starben. Eine Gelegenheit zum Altern hatten diese Urzellen nicht. Erst durch die evolutionäre Entwicklung neuer Schaltkreise wurden DNA-Schäden vor dem Beginn der Zellteilung repariert und erst dann wieder neue, gesunde Zellgenerationen gebildet, die länger lebten. Möglich machten das Proteine, die die Vorläufer der uns bekannten Sirtuine (Enzyme mit einer Wirkung auf Proteine des Zellkerns) sind.
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